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HUNDEFAENGER

Ungefragt taufte man ihn Karl Rudi Domidian. Das Pseudonym „Hundefaenger“ verantwortet er selbst. Dieser Mann ohne Atelier geht ins Freie - aufs Land, zur Küste, in den Wald - nur mit Seilen und Haumesser.

Er schaut hin und in sich hinein an Orten, die er noch nicht kennt. Nichts bringt er hin und nichts holt er weg. Er fällt nichts, er pflanzt nichts. Nur was ihm die Natur zu Füßen legt, fügt er zusammen: Steine, Laub, Äste, Reisig. Es entstehen originäre Immobilien. Man trägt sie nicht zu Galerien und Auktionen. Wäre er Adler, schichtete er einen Horst und als Biber gelängen ihm Burgen; und Hundefänger baut mit gleichem Material.

Da er Mensch ist, macht er, seiner Natur gemäß, Kunst. Nie kehrt er zurück. Prinzip Ortswechsel. Die Spuren, beläßt er Wind und Wetter. Wer die vergängliche Kunst erkennen will, mache sich mit Hundefänger auf den unberührten Weg.   


_Klaus Winterhager

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